Solarpark Nunkirchen
Der Solarpark Nunkirchen der Wattner AG befindet sich im Landkreis Merzig-Wadern, etwa 1,3 Kilometer östlich von Wahlen und 1,5 Kilometer westlich von Nunkirchen. Die Anlage wurde 2023 in Betrieb genommen und umfasst eine Fläche von 12,5 Hektar. Markant ist der unbebaute Teil in der Mitte der Anlage. Grund dafür sind archäologische Fundstätten. Diese sind auch dafür verantwortlich, warum einige Modultische auf Betonfüßen montiert sind und nicht in den Boden gerammt wurden.

Wattner AG
13 MW
12.5 ha
2023
Saarland
49.4845709805 - 6.8072139244
Ackerbaufläche
Inhaltsverzeichnis
| Artengruppen | Untersucht |
|---|---|
| Pflanzen | ✔ |
| Heuschrecken | ✔ |
| Tagfalter | ✔ |
| Libellen | |
| Reptilien | ✔ |
| Amphibien | |
| Vögel | ✔ |
| Fledermäuse | ✔ |
| Sonstiges | ✔ |
✔ = Untersuchung im Auftrag der Betreiber durchgeführt
Naturraum und Besonderheiten
Saar-Nahe-Berg- und Hügelland
Das Gebiet ist größtenteils in einen mittelalten Mischwaldbestand eingebettet. Im Südosten grenzt zu geringen Teilen eine Agrarfläche an und im Süden befindet sich der Golfpark „Weiherhof“. Das Untersuchungsgebiet ist von Nordwesten nach Südosten leicht abfallend. Südlich der Anlage verläuft entlang des Golfparks ein unbefestigter Wirtschaftsweg und parallel dazu eine dichte Heckenstruktur, mit vereinzelten höheren Bäumen (Überhälter). Nennenswerte Gewässer in der näheren Umgebung der Anlage sind nicht vorhanden.
Die Anlage misst 310 Meter über NN im westlichen Teil und 280 Meter über NN im östlichen Teil. Sie liegt in Hanglage, abfallend Richtung Osten.
Keine Biotopkartierten Flächen. Zuvor befand sich dort eine Ackerbaufläche. Nordöstlich angrenzend: kleinflächiger Kleinschmielen-Sandrasen
Boden
Podsolige Braunerde aus basenarmen quarzitischen Sandsteinen und Konglomeraten
Lehmsande
Bauweise
0.5
3.6m
2.7m
17°
3 Stück
Der Großteil der Gestelle ist durch querverstrebte Rammpfosten im Boden verankert. Teilweise wurden die Gestelle auf Betonfundamenten befestigt.
Bei den Modulen handelt es sich um monokristalline, monofaziale Halbzellenmodule.
In der Mitte der Anlage befindet sich eine archäologische Schutzzone mit verbreitertem Reihenabstand und ohne Bebauung. In dem Bereich finden keine Erdeingriffe statt. Modultische werden hier nicht gerammt, sondern auf Betonfundamenten aufgeständert. Die Kabelverlegungen fanden entweder außerhalb dieses Bereichs oder oberirdisch statt.
Besonders sind auch die unterschiedlichen Reihenabstände von 3,62 Metern bis teilweise 8,74 Metern aufgrund der archäologischen Schutzzone.
Bewirtschaftung
Der Solarpark Nunkirchen wird per Schafsbeweidung gepflegt. Lediglich die Stationsgebäude und Wechselrichterstandorte werden zweimal im Jahr gemäht (Mai und August).
Ausgleichsmaßnahmen
Die Fläche innerhalb der Anlage muss als Grünland bewirtschaftet werden.
Folgende Maßnahmen wurden im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens festgelegt:
- Baufeldvorbereitung außerhalb der Brut- und Setzzeiten
- Gehölzschutz
- Bauzeitlicher Schutz von Reptilien
- Ökologische Baubegleitung
- Befolgung zu Vorgaben zur Bodenbearbeitung
- Minimierung des Versiegelungsgrades
- Durchlässigkeit des Zaunes für Kleinsäuger
- Minimierung der Wirkung auf das Landschaftsbild
- Naturnahe Grünlandeinsaat und extensive Bewirtschaftung innerhalb des Solarparks
- Diverse Kompensationsmaßnahmen in Form von Ausgleichsflächen für den Verlust von Rotmilan-Jagdgebieten (Kleegrasdauerkulturen, extensive Bewirtschaftung, Blühstreifen etc.)
Details dazu sind im Bebauungsplan enthalten.











