Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) hat für die bundesweite Feldstudie zu Artenvielfalt in Solarparks den dritten Platz beim „European Solar Sustainability Award 2025“ erhalten. Jedes Jahr zeichnet der europäische Solarverband SolarPower Europe Projekte aus, die die Umweltauswirkungen der Solarstromproduktion besonders erfolgreich reduzieren. Mit unserer Studie haben wir genau das getan: Durch die Verbesserung der Datenbasis und einen Einblick in den Ist-Zustand in 29 Solarparks in ganz Deutschland und einer Anlage in Dänemark machen wir Solarparks als Lebensraum und damit als Chance für die Artenvielfalt sichtbar.
Auf nach Brüssel
2025 gab es rund 50 Unternehmen und Organisationen, die sich um den Award bemüht haben, nur drei wurden zum Finale nach Brüssel eingeladen – unter anderem der bne.
Am 3. Dezember 2025 haben Bernhard Strohmayer (Leiter Erneuerbare Energien) und Jonas Uschner (Projektmitarbeiter) die Studie erstmals einem europäischen Publikum präsentiert. Passend dazu wurde zeitgleich die englische Version der Studie veröffentlicht. In den Pausen gab es viel positives Feedback und Austausch mit europäischen Naturschutzorganisationen und Vertreter:innen der Solarbranche.
Am Ende machten wir einen guten dritten Platz und freuen uns über diesen Erfolg!



Umfangreichste Studie zum Lebensraum Solarpark
Die Studie „Artenvielfalt im Solarpark – Eine bundesweite Feldstudie“ ist die europaweit umfangreichste Studie zu Biodiversität in Solarparks.
Die Untersuchungen haben gezeigt: Gut geplante und bewirtschaftete Solarparks können eine hohe Artenvielfalt entwickeln. Auf zuvor intensiv genutzten Agrarflächen entstehen durch den Verzicht auf Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie durch angepasste Pflegekonzepte Lebensräume für zahlreiche Insekten, Vögel, Fledermäuse und viele weitere Artengruppen. Solarparks werden damit zu langfristig gesicherten Rückzugsräumen in artenarmen Agrarlandschaften – ein doppelter Gewinn für Klima- und Naturschutz.
Die Ergebnisse der Studie sind in Deutschland schon heute Gegenstand diverser Folgeuntersuchungen und Bewertungsprozesse von PV-Freiflächenanlagen. Durch die jetzt veröffentlichte englische Fassung kann die Studie künftig auch auf europäischer Ebene genutzt werden. Europaweit erhalten Planungsbehörden, Projektentwickler, Energieunternehmen und Naturschutzorganisationen damit eine fundierte Datengrundlage, um Biodiversität systematisch als Qualitätskriterium von Solarparks zu verankern.






