Batteriespeicher: Kostbare Flexibilität für die Energiewende

1. Juli 2026

Batteriespeicher sind weit mehr als technische Zusatzmodule: Sie bieten Kommunen neue Chancen für Planung, Wertschöpfung…

Alice Brüssel-Kurbanov

© BayWa r.e.

Batteriespeicher: Kostbare Flexibilität für die Energiewende

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Batteriespeicher sind weit mehr als technische Zusatzmodule: Sie stabilisieren das Stromsystem, erleichtern die Nutzung von Solar- und Windstrom und bieten Kommunen neue Chancen für Planung, Wertschöpfung und Versorgungssicherheit.

Batteriespeicher entwickeln sich rasant von einer Nischentechnologie zu einem zentralen Baustein der Energiewende. Sie helfen dabei, Solar- und Windstrom dann verfügbar zu machen, wenn er gebraucht wird, und schaffen damit genau die Flexibilität, die dem Stromsystem heute oft fehlt.

Gerade für Kommunen eröffnen Speicher neue Möglichkeiten: Sie können erneuerbare Anlagen besser nutzen, Netze entlasten und lokale Wertschöpfung stärken. Das unterstreicht auch einer Fachartikel in der Kommunalzeitschrift Der Gemeinderat: Batteriespeicher sind nicht nur technisch relevant, sondern werden auch wirtschaftlich und planerisch immer wichtiger.

Warum Batteriespeicher so wichtig sind

Strom aus Sonne und Wind steht nicht immer dann zur Verfügung, wenn der Verbrauch am höchsten ist. Mittags kommt es häufig zu sehr niedrigen oder sogar negativen Strompreisen, während am Abend teure Lastspitzen entstehen. Batteriespeicher können diese Unterschiede ausgleichen, indem sie Strom aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder einspeisen.

Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Stromsystems. Gleichzeitig reduzieren sie Abregelungskosten, senken Großhandelspreise und erhöhen den Marktwert erneuerbarer Energien. Das macht sie zu einem wirksamen Instrument für eine effizientere Energiewende. Mehr zu den Vorteilen von Batteriespeichern finden Sie in unserem SonneSammeln Faktenpapier.

© BayWa r.e. / Jan Roeder

Nutzen für Kommunen

Für Kommunen sind Batteriespeicher besonders interessant, weil sie nicht nur das Stromsystem unterstützen, sondern auch vor Ort konkrete Vorteile bringen: Die lokale Wertschöpfung profitiert, wenn Speicherprojekte mit Solarparks oder anderen Energieanlagen kombiniert werden.

Hinzu kommt: Die steuerlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter. Seit 2024 bleiben bereits 90 Prozent der Gewerbesteuer bei Batteriespeichern am Standort, und auch bei der Kommunalbeteiligung im EEG zeichnet sich eine stärkere Abstimmung auf Speicherlösungen ab.

Wo es noch hakt

Trotz der großen Dynamik bleibt der Netzzugang die größte Hürde. Viele Netzanschlüsse sind nicht ausreichend ausgebaut, und oft fehlen standardisierte, transparente Anschlussprozesse. Das bremst nicht nur neue Speicherprojekte, sondern auch erneuerbare Energien, Rechenzentren und andere Stromverbraucher.

Vorhandene Netzkapazitäten sollten besser genutzt werden. Dazu gehören Nachverdichtung an bestehenden Anschlüssen, gemeinsame Nutzung von Netzanschlüssen und der gezielte Einsatz von digitaler Steuerung. So können Speicher häufig schneller und kostengünstiger helfen als zusätzliche Leitungen.

Was Kommunen jetzt tun können

Kommunen sollten Batteriespeicher frühzeitig in ihre Energieplanung integrieren. Besonders sinnvoll ist das im Zusammenhang mit bestehenden Solarparks oder anderen Erneuerbaren-Anlagen, wo Speicher die Nutzung vorhandener Infrastruktur verbessern können. Auch die kommunale Bauleitplanung kann dabei eine wichtige Rolle spielen.

Mit der neu geschaffenen Außenbereichsprivilegierung für Batteriespeicher im Baugesetzbuch wird der Weg für mehr Batteriespeicher-Projekte an Solarparks frei. Was genau die Gesetzesänderung mit sich bringt, wird in unserem Webinar zur Außenbereichsprivilegierung erklärt.

Die technischen Voraussetzungen sind vorhanden. Wenn Genehmigungen, Netzanschlüsse und rechtliche Rahmenbedingungen weiter verbessert werden, können Batteriespeicher zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren der nächsten Phase der Energiewende werden.

Alle Links im Überblick

Link zum Gemeinderat-Artikel „Kostbare Flexibilität“ (S.44/45)

Link zum Webinar „Außenbereichsprivilegierung für Batteriespeicher

Link zum Faktenpapier „Batteriespeicher

Link zum Faktenpapier „Stromnetze

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